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Der Blog der Chorgemeinschaft Borgfeld
Die Chorgemeinschaft Borgfeld hat jedes Jahr zahlreiche Auftritte. Auf dieser Seite finden Sie Informationen rund um die nächsten Auftritte, aber auch interessante Rückblicke.
Von Frankreich bis Amerika - Chorgemeinschaft Borgfeld gibt Konzert als musikalische Reise um die halbe Welt
Katja am Mittwoch, den 18. November 2009
Quelle: Wümme-Zeitung vom 3. November 2009
von Johannes Kessels
Chorgemeinschaft Borgfeld gibt Konzert als musikalische Reise um die halbe Welt
Borgfeld. Polyphon war es sowieso, schließlich handelte es sich um den Auftritt eines Chores, und anders als anderswo trauen sich in Borgfeld offenbar auch genügend Männer zu singen. Es war aber auch mal wieder sehr polyglott – wenn die Chorgemeinschaft Borgfeld alle zwei Jahre zu ihrem Konzert einlädt, gerät dies meistens zu einer Reise um die halbe Welt.
Zu einem „Bunten Liederstrauß“ begrüßte Hans-Dieter Timke, der Vorsitzende der Chorgemeinschaft, die Zuhörer im vollbesetzten Gemeindesaal der evangelischen Kirche. Über 60 Sängerinnen und Sänger standen auf und vor der Bühne, davon etwa ein Viertel Männer – in Borgfeld können also Bass und Tenor noch ausreichend besetzt werden; allerdings war unter den Männern niemand, der nicht graue oder weiße Haare hatte. Aber da gibt es ja noch das Junge Ensemble, wie im Programm zu erfahren war.
Das trat aber erst später auf, los ging es mit alter Musik. „Da pacem, Domine, in diebus nostris“ – (Gib uns Frieden, Herr, in unseren Tagen) von Melchior Franck zeigte, dass auch sehr einfache Melodien sehr tonreich klingen können, wenn sie als Kanon gesungen werden. Auch die folgenden Lieder entstammten der Renaissance-Zeit, zunächst ebenfalls religiös geprägt: „Alta trinita“ (Hohe Dreifaltigkeit), „und wer die edele Musik verachtet, (…) soll auch oben das Sanctus nicht hören“ – besonders der Beginn war sehr energisch, so muss das auch sein, wenn ein Chor seine Frau Musica verteidigt.
Dann wurde es weltlicher: Das „Tourdion“ ist ein altfranzösisches Trinklied, auch wenn man es den Sopranstimmen, die mit dem zungenschnellen Französisch sehr gut zurechtkamen, kaum anhört. Die übrigen Stimmen sangen die Untermalung als „dong, dong“ – im Original, verrät Dirigent Hans-Werner Kniese nach dem Auftritt, hätten die Männer einen eigenen Text mit viel „du vin“ gehabt. Da hätte sich der Floh (Erasmus Widmann) wohl an ihnen eine Alkohlovergiftung geholt: Es ist ein Tierchen auf der Welt – ein Floh, ein Floh, und der hüpft und hopst und zwickt und zwackt!
Nun erklomm das junge Ensemble die Bühne, sechs junge Frauen, davon drei aus dem großen Chor, und zwei junge Männer. Ihre Interpretation von „Greensleeves“ war sehr getragen, und noch romantischer wurde es bei „Can’t Help Falling in Love“. Die jungen Leute, begleitet vom Dirigenten, sangen sehr sicher und waren sichtbar mit Spaß bei der Sache.
Den konnte man auch dem großen Chor anmerken, der sich jetzt dem 19. Jahrhundert widmete, besonders bei der „schwäbsche Eisebahne“: Hu-u-u – sch-sch-sch, Dirigent Kniese pfiff schrill mit der Tririririllerpfeife, und dann begann eine turbulente Fahrt, bis es hieß: „Alles aussteigen!“
Das galt auch für den Chor, nun wurde die Bühne nämlich von der Theatergruppe gebraucht. Anke Suding, Iris Kukies und Hildegard Hilt führten vor, was passiert, wenn man Falschparker abschleppen lässt, und bei einem zweiten Auftritt scheitert die Urlaubsreise des Ehepaars Anke Hilken und Hans-Dieter Timke an einem monströsen BH, etwa Cup 8 E, den Nachbarin Iris Kukies auf ihrer Terasse gefunden hat.
Bis dahin war aber noch etwas Zeit, nach der Pause folgte der zweite musikalische Teil, diesmal mit sehr vielen Gospeln, während das Junge Ensemble in dem melancholischen Liebeslied „Lavender’s Blue“ geradezu schwelgte. Bei „The Peace of God“, mit dem der große Chor seinen Gospel-Block beendete, mochten einige Zuhörer wohl annehmen, dass der Friede gründlich gestört sei: Es klang stellenweise, als ob der Bass erheblich aus der Tonart gerutscht wäre. Aber das musste so sein, wie Hans-Werner Kniese nach dem Auftritt zeigte: Die Disharmonien standen tatsächlich in der Partitur des 1988 von David Owen Squires komponierten Chorals. Mit einem beruhigenden „Noch hinter Berges Rande“ und einer Zugabe klang der Abend aus. „Ihr könntet ruhig jedes Jahr statt nur alle zwei Jahre auftreten“, meinte eine Zuhörerin.
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Ein Kommentar zu “Von Frankreich bis Amerika - Chorgemeinschaft Borgfeld gibt Konzert als musikalische Reise um die halbe Welt”
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"Wo man singt, da lass dich ruhig nieder,
böse Menschen haben keine Lieder,
Wo man singt, die Herzen schlagen rein,
tritt hinzu und stimme fröhlich ein."

Eine runde Sache, die viel Spaß gemacht hat.Interessant auch zu erfahren, wie unterschiedlich sich die Begeisterung des Publikums äußern kann. Eine ganz große Überraschung, die Darbietung des “Jungen Ensembles”. Wir können schon stolz sein, so fähige junge Leute im Chor zu haben.