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Der Blog der Chorgemeinschaft Borgfeld
Die Chorgemeinschaft Borgfeld hat jedes Jahr zahlreiche Auftritte. Auf dieser Seite finden Sie Informationen rund um die nächsten Auftritte, aber auch interessante Rückblicke.
Junges Ensemble der Chorgemeinschaft Borgfeld sucht Verstärkung
Katja am Mittwoch, den 27. Januar 2010
Quelle: Wümme-Zeitung vom 13. Januar 2010
von Anke Hilken
Die jungen Sänger und Sängerinnen wollen sich vom „Großen Chor“ abnabeln und beweisen mit Auftritten ihr Können / Gemeinschafts-T-Shirts sind bereits in Planung
Borgfeld. Selbstbewusst und modern präsentieren sich die drei männlichen und sieben weiblichen Mitglieder des Jungen Ensembles. Die Fäden dieser sangesfreudigen Truppe hält Verena Timke in den Händen. Sie ist auch Ansprechpartnerin für junge Leute zwischen 14 und 30 Jahre, die wissen möchten, was im jungen Chor los ist.
Hans-Werner Kniese, der auch den „großen Chor“ leitet, hat einen guten Draht zu den jungen Leuten und übt mit ihnen vierstimmig Songs aller Art ein. Natürlich möchte sich das Junge Ensemble vom „großen Chor“ abnabeln und hat zu verschiedenen Auftritten, gerade in der Vorweihnachtszeit, bewiesen, dass es sich auch ganz gut allein darstellen kann. Rein äußerlich soll dies künftig am Outfit zu erkennen sein. Geplant ist die Anschaffung von T-Shirts mit neuem Logo.
Zu den Proben treffen sich die Sänger dienstags von 18.45 bis 19.45 Uhr im Gemeindehaus Borgfeld. Die Proben im neuen Jahr haben bereits begonnen. Verena Timke hofft, dass junge Leute zum „Schnuppern“ kommen. Informationen gibt es unter der Nummer 04298/908270.
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120 Gäste besuchen Weihnachtsfeier
Katja am Mittwoch, den 27. Januar 2010
Quelle: Wümme-Zeitung vom 22. Dezember 2009
von Anke Hilken
Chorgemeinschaft ehrt langjährige Mitglieder
Borgfeld. Singen hält jung. Dies bestätigte sich jetzt auch wieder bei der Weihnachtsfeier der Chorgemeinschaft im Borgfelder Gemeindehaus. Unter anderen wurden Elfriede und Heinz Nahrmann für 60 Jahre aktive Mitgliedschaft im Sängerbund Niedersachsen-Bremen ausgezeichnet. Zuvor stimmten Katharina Kiesling und ihre Bläser mit weihnachtlichen Klängen auf einen gemütlichen Abend ein.
Der 1. Vorsitzende der Chorgemeinschaft, Hans-Dieter Timke, freute sich, dass er so viele Sangesfreunde, Ehrenmitglieder und nicht zu vergessen, den Fan-Club zur Weihnachtsfeier mit traditionellem Kartoffelsalat- und Würstchen-Essen begrüßen konnte. Auch der Hausherr, Pastor Clemens Hütte mit Gattin und seine Verstärkung, Pastorin Kallat-Boes, ließen sich diesen vergnüglichen Abend nicht entgehen.
„Was wären wir ohne Chorleiter?“, räumte Timke ein und dankte Hans-Werner Kniese für sein Engagement in der Chorgemeinschaft. Prompt mahnte dieser dann auch an, die Lieder für die „musikalische Woche“ auf dem Bremer Weihnachtsmarkt noch „mal über zu lernen“. Die Chorgemeinschaft ist mit zwei Auftritten auch in diesem Jahr wieder beim weihnachtlichen Chorgesang dabei. Bevor es so richtig gemütlich wurde, ehrte Hans-Dieter Timke Annegret Janssen für 50 Jahre und Petra Gnirke, Hermann Marks und Rolf Tiemann für 25 Jahre Mitgliedschaft in der Chorgemeinschaft Borgfeld sowie Elfriede und Heinz Nahrmann für 60 Jahre Mitgliedschaft im Sängerbund Niedersachsen-Bremen. Die Mitglieder des Festausschusses bewirteten die anwesenden Gäste mit duftendem Glühwein, leckerem Kartoffelsalat und knackigen Würstchen. Dann ergriff „Richterin“ Anke Kalinna in einem lustigen Gerichts-Sketch das Wort. Sie zitierte Klägerin, Zeuge, Gerichtsschreiber, Angeklagten (Pastor Hütte) und Anwalt auf die Bühne. Alle mussten, sehr zur Belustigung des Publikums, auf die Fragen der „Richterin“ Rede und Antwort stehen. Pastor Clemens Hütte revanchierte sich mit der locker, flockigen Version der Weihnachtsgeschichte von Udo Lindenberg.
Viele lustige und besinnliche Vorträge sowie die gesungenen Weihnachtslieder machten die Weihnachtsfeier der Chorgemeinschaft wieder einmal zu einer gelungenen Veranstaltung.
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Von Frankreich bis Amerika - Chorgemeinschaft Borgfeld gibt Konzert als musikalische Reise um die halbe Welt
Katja am Mittwoch, den 18. November 2009
Quelle: Wümme-Zeitung vom 3. November 2009
von Johannes Kessels
Chorgemeinschaft Borgfeld gibt Konzert als musikalische Reise um die halbe Welt
Borgfeld. Polyphon war es sowieso, schließlich handelte es sich um den Auftritt eines Chores, und anders als anderswo trauen sich in Borgfeld offenbar auch genügend Männer zu singen. Es war aber auch mal wieder sehr polyglott – wenn die Chorgemeinschaft Borgfeld alle zwei Jahre zu ihrem Konzert einlädt, gerät dies meistens zu einer Reise um die halbe Welt.
Zu einem „Bunten Liederstrauß“ begrüßte Hans-Dieter Timke, der Vorsitzende der Chorgemeinschaft, die Zuhörer im vollbesetzten Gemeindesaal der evangelischen Kirche. Über 60 Sängerinnen und Sänger standen auf und vor der Bühne, davon etwa ein Viertel Männer – in Borgfeld können also Bass und Tenor noch ausreichend besetzt werden; allerdings war unter den Männern niemand, der nicht graue oder weiße Haare hatte. Aber da gibt es ja noch das Junge Ensemble, wie im Programm zu erfahren war.
Das trat aber erst später auf, los ging es mit alter Musik. „Da pacem, Domine, in diebus nostris“ – (Gib uns Frieden, Herr, in unseren Tagen) von Melchior Franck zeigte, dass auch sehr einfache Melodien sehr tonreich klingen können, wenn sie als Kanon gesungen werden. Auch die folgenden Lieder entstammten der Renaissance-Zeit, zunächst ebenfalls religiös geprägt: „Alta trinita“ (Hohe Dreifaltigkeit), „und wer die edele Musik verachtet, (…) soll auch oben das Sanctus nicht hören“ – besonders der Beginn war sehr energisch, so muss das auch sein, wenn ein Chor seine Frau Musica verteidigt.
Dann wurde es weltlicher: Das „Tourdion“ ist ein altfranzösisches Trinklied, auch wenn man es den Sopranstimmen, die mit dem zungenschnellen Französisch sehr gut zurechtkamen, kaum anhört. Die übrigen Stimmen sangen die Untermalung als „dong, dong“ – im Original, verrät Dirigent Hans-Werner Kniese nach dem Auftritt, hätten die Männer einen eigenen Text mit viel „du vin“ gehabt. Da hätte sich der Floh (Erasmus Widmann) wohl an ihnen eine Alkohlovergiftung geholt: Es ist ein Tierchen auf der Welt – ein Floh, ein Floh, und der hüpft und hopst und zwickt und zwackt!
Nun erklomm das junge Ensemble die Bühne, sechs junge Frauen, davon drei aus dem großen Chor, und zwei junge Männer. Ihre Interpretation von „Greensleeves“ war sehr getragen, und noch romantischer wurde es bei „Can’t Help Falling in Love“. Die jungen Leute, begleitet vom Dirigenten, sangen sehr sicher und waren sichtbar mit Spaß bei der Sache.
Den konnte man auch dem großen Chor anmerken, der sich jetzt dem 19. Jahrhundert widmete, besonders bei der „schwäbsche Eisebahne“: Hu-u-u – sch-sch-sch, Dirigent Kniese pfiff schrill mit der Tririririllerpfeife, und dann begann eine turbulente Fahrt, bis es hieß: „Alles aussteigen!“
Das galt auch für den Chor, nun wurde die Bühne nämlich von der Theatergruppe gebraucht. Anke Suding, Iris Kukies und Hildegard Hilt führten vor, was passiert, wenn man Falschparker abschleppen lässt, und bei einem zweiten Auftritt scheitert die Urlaubsreise des Ehepaars Anke Hilken und Hans-Dieter Timke an einem monströsen BH, etwa Cup 8 E, den Nachbarin Iris Kukies auf ihrer Terasse gefunden hat.
Bis dahin war aber noch etwas Zeit, nach der Pause folgte der zweite musikalische Teil, diesmal mit sehr vielen Gospeln, während das Junge Ensemble in dem melancholischen Liebeslied „Lavender’s Blue“ geradezu schwelgte. Bei „The Peace of God“, mit dem der große Chor seinen Gospel-Block beendete, mochten einige Zuhörer wohl annehmen, dass der Friede gründlich gestört sei: Es klang stellenweise, als ob der Bass erheblich aus der Tonart gerutscht wäre. Aber das musste so sein, wie Hans-Werner Kniese nach dem Auftritt zeigte: Die Disharmonien standen tatsächlich in der Partitur des 1988 von David Owen Squires komponierten Chorals. Mit einem beruhigenden „Noch hinter Berges Rande“ und einer Zugabe klang der Abend aus. „Ihr könntet ruhig jedes Jahr statt nur alle zwei Jahre auftreten“, meinte eine Zuhörerin.
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Silberne Ehrennadel für Helga Viebrock
Anke Hilken am Sonntag, den 21. Dezember 2008
Quelle: Wümme-Zeitung vom 20. Dezember 2008
von Anke Hilken
Weihnachtsfeier der Borgfelder Chorgemeinschaft im Gemeindehaus
Borgfeld (hil). Festlich geschmückte Tische und ein strahlend leuchtender Tannenbaum erwarteten die Mitglieder und den Fan-Club der Chorgemeinschaft am vergangenen Dienstag im Borgfelder Gemeindehaus. Seit über 15 Jahren stimmte Katharina Kiesling mit ihrer Bläsergruppe mit weihnachtlichen Klängen die Gäste auf einen gemütlichen Abend ein. Der 1. Vorsitzende, Hans-Dieter Timke, freute sich, so viele Sangesfreunde begrüßen zu können. Auch etliche Ehrenmitglieder hatten den Weg in den Gemeindesaal gefunden und wurden mit Weihnachtssternen überrascht. Überraschen konnte Hans-Dieter Timke auch eine langjährige Sängerin der Chorgemeinschaft. Helga Viebrock singt seit 25 Jahren in der Chorgemeinschaft Sopranstimme und erhielt dafür an diesem Abend die silberne Ehrennadel des Sängerbundes Niedersachsen/Bremen. Ganz besonders freuten sich die Gäste über den Auftritt des „Jungen Ensembles“, das mit nicht alltäglichen Weihnachtsliedern, wie: Stimmt an die Jubellieder, Away in an manger und Joy to the world ein wenig internationale Weihnachtsstimmung im Gemeindesaal aufkommen ließ. Wie in jedem Jahr wurden lustige Geschichten auf Hoch- und Plattdeutsch zum Besten gegeben und Chormitglied Ingrid Weihrauch ließ in Reimen das vergangene Jahr humorig noch einmal vorüber gleiten. In ihrem Rückblick kam auch der neue Chorleiter Hans-Werner Kniese nicht zu kurz. Dieser merkte dann sicher auch schnell, dass die Mitglieder der Chorgemeinschaft ihn ins Herz geschlossen haben und sich auf eine lange und kreative Zusammenarbeit freuen. Zur Unterhaltung trugen auch „ zwei mit Krankheiten behaftete Nachbarinnen, die von einer Dritten Empfehlungen für die passenden Ärzte erhielten, bei. Auch die Gäste konnten erfahren, dass man mit Ohrenschmerzen zum „Ohrologen“, mit Schmerzen im Genick zum „Genickologen“, mit Beschwerden im Gedärm zum Dermatologen und mit Problemen des Hinterteils zum „Arschelogen“ gehen sollte. Selbstverständlich klang diese Feier mit bekannten Weihnachtsliedern aus. Der Chorleiter, Hans-Werner Kniese, erinnerte zum Schluss noch einmal an die Teilnahme am Konzert auf dem Bremer Weihnachtsmarkt am 19. Dezember um 17 Uhr, an dem noch drei weitere Chöre teilnehmen werden. Gemeinsam soll versucht werden, möglichst viele Stimmen das Weihnachtslied „Oh du Fröhliche…“ singen zu lassen, um im Guinness Buch der Rekorde aufgenommen zu werden.

Een vigelienschen Kroom - Günther Bothur schildert die Schöpfungsgeschichte op Platt
Anke Hilken am Mittwoch, den 26. November 2008
Quelle: Wümme-Zeitung 25.11.08/ Stadtteilkurier Nord-Ost 4.12.2008
Von Verena Wambersky
“Dann füng dat Pladdern an”, schilderte Günther Bothur in plattdeutscher Sprache den zweiten Tag der Schöpfungsgeschichte. Der Bühnen- und Fernsehschauspieler las während einer Veranstaltung des Bürgervereins Borgfeld die von Boy Lornsen geschriebene Geschichte in der 1999 in die Europäische Charta der Regional- und Mindersprachen aufgenommenen Ausdrucksweise. Dazwischen sang die Chorgemeinschaft Borgfeld.
“Mit rein gornix füng he an”, heißt es in dem Text unter dem Titel “Sien Schöpfung - un wat achterno kemm”. Keine Stadt, keinen Kontrast habe es gegeben. Dann habe Gottvadder begonnen, Kamillentee und Kronsbeeren, Dill und Appelsien entstehen zu lassen. Bothur sprach die sich reimenden Texte fast auswendig und sehr ausdrucksvoll, manchmal mit Gestik unterstützt. Humorig, mit Ironie, aber auch Ernsthaftigkeit und Tiefe wurde die Schöpfungsgeschichte erzählt. Manches Mal lachten die Zuhörer oder lächelten über die Formulierungen.
Der Mensch sollte Gottes Meisterwerk werden. Da wurde die Entstehung von Eva so beschrieben: “…denn de Schöpfung von düs Doom (Dame) weer`n vigelienschen Kroom”. Die Welt habe angefangen zu leben, sagte Bothur. Das unterstrich der Chor unter der Leitung von Hans-Werner Kniese mit dem frisch und fröhlich vorgetragenen Lied “An hellen Tagen.” Darin heißt es: “Lasset die Sorgen, denkt nicht an Morgen. Freut euch der Stunde in dieser Runde.” Der Chor hatte die Veranstaltung mit dem froh klingenden Lied “Füllt mit Schalle jubelnd die Halle” begonnen.
“Die plattdeutsche Lesung einer biblischen Geschichte steht uns ganz gut an”, hatte Pastor Clemens Hütte in seiner Begrüßung betont. Er könne zwar kein Platt sprechen, es aber fließend hören. Der Sprache gestand er besonderen Charme zu.
Hermann Kothe, erster Vorsitzender des Bürgervereins, verwendete in seiner Ansprache das Plattdeutsche und erläuterte, dass die Veranstaltung im Rahmen des 50-jährigen Bestehens des Bürgervereins organisiert worden sei. Mit den Spenden der Zuhörer soll auch die Renovierung der Borgfelder Kirchenorgel finanziert werden.
Während es draußen paradiesisch weiß wurde bei dicken, fallenden Schneeflocken, sprach Bothur vom einstigen Paradies mit Pflaumen, Beeren, Kokosnüssen und Apfelbaum. Der Apfelduft sei Eva in die Nase gestiegen, und deshalb sei es zum Sündenfall gekommen. Auch die Stintflut wurde beschrieben, mit der Arche Noah, auf der auch Proviant mitgenommen sei. Schwierigkeiten hätte es damit gegeben, die lütschen Fliegen für die Arche einzufangen. Nur Fische habe man nicht an Bord bringen müssen, weil die ja schwimmen könnten.
Die Chorgemeinschaft unterbracht das gesprochene Wort mit getragenem, berührendem Gesang in Englisch: “God is so good”. Nachdenklich wurde auch Bothur. Der Mensch müsse aus seinen Fehlern lernen. Von seinem Hochmut war die Rede, von Lüge und Totschlag. Der Mensch wolle Ehre, Geld und Macht. “Auch die Allmacht sei eine Last, wenn du den Tod abwägen sollst”, mahnt der Text. Als dann die Plagen über das Land kamen, bezeichnete der plattdeutsche Text das als “Quelkram”. “Wirf dein Anliegen auf den Herrn, riet der Chor musikalisch. Bothur sprach noch über die Zehn Gebote, und das Gold an Gottes Stelle verehrt worden sei.
Nach anhaltendem Applaus für die beeindruckende Erzählung meinte Kothe: “Wir sind die Gengenwart und die Zeit. Wenn wir gut sind, ist auch die Zeit gut” und forderte ein Zusammenstehen im Dorf.
"Wo man singt, da lass dich ruhig nieder,
böse Menschen haben keine Lieder,
Wo man singt, die Herzen schlagen rein,
tritt hinzu und stimme fröhlich ein."


